Weitsprung-Europameister Christian Reif im Einsatz für Fairness
Ludwigshafen, 20. April. Christian Reif, Europameister im Weitsprung, unterstützt Starke Kids sind fair e.V.. Der Ludwigshafener Verein für soziales Lernen und Gewaltprävention an Grundschulen freut sich, den Hoffnungsträger für die kommenden Olympischen Spiele in London als neuen Botschafter aus der Region begrüßen zu dürfen.
Durch seinen Riesensatz von 8,47 m in Barcelona 2010 hat sich für den gebürtigen Böhl-Iggelheimer einiges geändert. Das Interesse der Öffentlichkeit ist groß. Trotzdem hat er seine Bodenhaftung nicht verloren. „Sport ist eine große Bereicherung. Diese Erfahrung möchte ich gerne teilen“, erklärt Christian Reif sein Engagement. „Kinder sind das beste Publikum. Sport und Fairness gehören einfach zusammen. Ich hoffe, den Kindern durch meine Berichte vermitteln zu können, dass Sport nicht nur körperliche Arbeit ist, sondern dass man auch als Mensch daran wächst.“
Verantwortung übernehmen
Gerade beim Weitsprung liegen Erfolg und Niederlage sehr nah beieinander. Zwischen dem perfekten Satz und einem kompletten Ausfall liegen oft nur wenige Millimeter. „Da hadert man doch oft mit sich selbst. Im Unterricht und bei Trainings lernen die Kinder mit negativen Erfahrungen umzugehen und erarbeiten Strategien, diese Energie positiv zu nutzen. Das stärkt für das spätere Leben“, weiß Reif zu berichten.
„Wir sind sehr stolz darauf, dass Christian Reif sich trotz seines straffen Trainingsplans für unseren Verein stark macht“, freut sich Kirstin Baumann, 1. Vorsitzende von Starke Kids sind fair e.V., über die bevorstehende Zusammenarbeit mit Reif. „Die ersten gemeinsamen Aktivitäten sind bereits in Planung.“
Prominente Unterstützung
Das Ziel einer friedlichen und angenehmen Atmosphäre im Klassenraum und auf dem Pausenhof teilt die Initiative mit drei Prominenten, die „Starke Kids sind fair" unterstützen.
Sehr stolz sind wir darauf, die Bundesbildungsministerin als Schirmherrin für die Initiative gewonnen zu haben. „Es ist mir ein besonderes Anliegen, dass Gewaltbereitschaft aus unseren Klassenzimmern verschwindet. Nur, wenn wir uns gemeinsam und kontinuierlich engagieren, können Grundschulen gewaltfreie Räume bleiben”, schreibt Dr. Annette Schavan in einem Grußwort.
Das Lernziel der Initiative ist es, Schülerinnen und Schüler mit den Themen Respekt, Toleranz und dem Umgang mit Aggressionen vertraut zu machen. Ein Punkt, der auch Shary Reeves, Schauspielerin und Moderatorin der WDR-Kindersendung „Wissen macht AH!”, als Botschafterin überzeugen konnte: „Ich unterstütze die Initiative, weil sie Kinder ernst nimmt und auf konkrete Konfliktsituationen vorbereitet.”
Auch der ehemalige Boxeuropameister und Olympiasieger Torsten May gehört zu den Botschaftern von „Starke Kids sind fair“. Heute arbeitet Torsten May als Box- und Motivationstrainer in seinem eigenen Sportstudio Maylife Boxclub in Köln. „Fairness, Disziplin und Respekt sind die Grundsäulen eines guten Boxkampfes. Dies versuche ich auch in meinen Kursen weiter zu geben“, erklärt May sein Engagement für „Starke Kids sind fair“. „Da nicht jeder in unseren Boxclub kommen kann, finde ich es sehr wichtig, das diese entscheidenden Themen in den Schulalltag integriert werden. Die Initiative „Starke Kids sind fair“ passt genau in diese Strategie, daher ist für mich eine Unterstützung Ehrensachen“ so May weiter.
Auch der ehemalige Fußballnationalspieler Jens Nowotny engagiert sich für ein gewaltfreies Klima an Schulen: „Respekt fängt im Kindesalter an. Die Schüler sollten in der Schule ihren ganzen Eifer in die persönliche Entwicklung ihres Charakters legen, und da findet Gewalt keinen Platz. Deshalb ist ein gewaltfreies und respektvolles Miteinander das Ziel, das ich unterstütze“, so Nowotny zu seiner Botschafterfunktion.





