Gewalt wird leider auch an immer mehr Grundschulen zum alltäglichen Thema. „Starke Kids sind fair” will dies nicht hinnehmen, sondern einen Beitrag dazu leisten, dass Kinder sich an ihrer Schule wohl fühlen können und sich weder psychisch noch physisch bedroht fühlen.
„Starke Kids sind fair” besteht aus Unterrichtsmaterialien, die sich für die Klassen 1 bis 4 eignen. Sie sind aufgeteilt in drei aufeinander aufbauende, jeweils drei bis vier Schulstunden umfassende Einheiten.
„Starke Kids sind fair”” will aber auch Lehrerinnen und Lehrern Sicherheit im Umgang mit Konfliktsituationen geben. Deshalb bietet die Initiative Fortbildungen in der Metropolregion Rhein-Neckar an, die einerseits praktische Übungen zu den in den Materialien aufgezeigten Themengebieten zeigen und andererseits Lehrerinnen und Lehrern wichtige Hilfestellungen für den Umgang mit schwierigen Situationen vermitteln. Es hat sich gezeigt, dass an den Schulen ein Bedarf für Fortbildungsmaßnahmen dieser Art besteht und daher ist es Ziel des Konzeptes von „Starke Kids sind fair”, ein Gesamtpaket für den Unterricht zu schnüren.
Die Unterrichtseinheit
Die Materialmappe, die Grundschullehrerinnen und -lehrer gegen eine Versandkostenpauschale bestellen und im Unterricht einsetzen können entstand in Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule in Heidelberg. In drei Lerneinheiten setzen sich die Kinder mit dem Thema „Gewaltprävention” auseinander. Durch die aktive und kreative Beschäftigung wird ihre soziale Kompetenz gestärkt und das Verständnis füreinander gefördert. Nicht Aggressionen stehen im Mittelpunkt, vielmehr geht es um das Erlernen von Respekt und Toleranz im Umgang miteinander.
• In meiner Schule und in meiner Klasse: Wann fühle ich mich wohl und wann nicht?
• Wohin mit meinen Gefühlen?
• Wie du mir, so ich dir – oder: Wie gehe ich mit anderen um?
Diese drei Einheiten bauen aufeinander auf. Jede Einheit bietet unterschiedliche Methoden an, die von Bildbesprechung und -interpretation über soziale Spiele bis hin zu Gruppenarbeiten reichen. Einzelne Elemente können auch zusammengefasst oder verkürzt werden. Die Themen sind so angelegt, dass alle Kinder einbezogen werden können.
Bei der Bearbeitung stehen eigene Erfahrungen der Schüler im Vordergrund. So wird beispielsweise das Thema „Ausgrenzung” aufgegriffen und aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Die Schülerinnen und Schüler erfahren mehr über sich, ihre eigenen Empfindungen und den Zusammenhang zwischen eigenem Handeln und den Reaktionen der anderen. Gemeinsam werden alltägliche Situationen behandelt und selbstständig Lösungswege erarbeitet.




