Starke Kids sind fair“ fordert Gewaltprävention an Grundschulen

- Gewaltprävention soll an allen Grundschulen stattfinden.
Ludwigshafen, den 16.06.2009. Jedes fünfte Kind ist mindestens einmal im Jahr in einen Gewaltakt an der Schule verwickelt und muss Gewalt an Mitschülern mit ansehen. Das ergab eine Studie, die im Auftrag von „Starke Kids sind fair“, einer Initiative zur Gewaltprävention an Grundschulen, vom Marktforschungsinstitut YouGovPsychonomics erhoben wurde. Gewalt ist auch an Grundschulen ein Thema.
„Wir setzen uns dafür ein, dass möglichst viele Grundschulen sich mit dem Thema Gewaltprävention befassen“, betont Nicole Messmer, Sprecherin der Initiative „Starke Kids sind fair“. Das ist auch das Anliegen der Kindergetränkemarke Capri-Sonne, die die Initiative maßgeblich unterstützt. Untermauert wird diese Forderung von Ergebnissen einer Studie, die im Auftrag der Initiative vom Marktforschungsinstitut YouGovPsychonomics durchgeführt wurde. Diese ergab, dass sich jedes vierte Kind bereits mit Gewalt an der eigenen Schule auseinandersetzen, jedes zehnte Kind bereits mehrmals. Die Hälfte aller befragten Eltern geben an, ihre Kinder hätten bisweilen schon von Gewaltszenen berichtet.
Verbale Gewalt und Aggressionen häufigste Form von Gewalt
Doch zu welchen Formen der Gewalt kommt es dabei? Von den betroffenen Eltern, die bereits von Gewalt an der Schule ihrer Kinder gehört haben, berichten knapp 80 Prozent, dass sie von verbaler Gewalt und Aggressionen im Schulalltag erfahren. Dabei nimmt die psychische Gewalt einen hohen Stellenwert ein.
Kaum Gewaltprävention an Schulen
Präventionsmaßnahmen von Schulen zur Gewaltprävention sind im Hinblick auf alle Befragten nur etwa einem Viertel bekannt. „Die Studie zeigte, dass nur jede fünfte Schule Gewalt als Thema in den Unterricht mit einbindet“, betont Nicole Messmer.
Die Initiative „Starke Kids sind fair“ bietet Lehrkräften kostenfreies Unterrichtsmaterial für die Klassen eins bis vier an. Seit diesem Jahr werden zusätzlich Workshops durchgeführt, in denen die Lehrkräfte praktische Anregungen bekommen, wie sie das Thema Gewalt in Rollenspielen und Übungen aufgreifen können. Psychische Gewalt ist auch an Grundschulen ein Thema. Der Grund liegt unter anderem darin, dass die Kinder sich in diesem Alter noch nicht darüber im Klaren sind, was schlechte und gute Gefühle sind. „Sie müssen erst lernen, wie die eigenen Gefühle auf andere wirken und was sie auslösen.“ Genau diesen Lernprozess möchte die Initiative „Starke Kids sind fair“ unterstützen
Die Umfrage
YouGovPsychonomics unterstützt die Initiative von Capri-Sonne zur Prävention von Gewalt an Grundschulen. Aus diesem Grund wurden 781 Eltern schulpflichtiger Kinder in insgesamt sieben Fragen zu gewalttätigen Vorkommnissen an den Schulen ihrer Kinder befragt. Die Befragung fand Anfang 2009 mittels einer Online-Befragung im YouGov Panel Deutschland statt. Die Kinder der Befragten sind Schüler aller vorhandenen Schulformen: Grund-, Förder-, Haupt-, Real-, und Gesamtschüler, Schüler des Gymnasiums und des Berufskollegs.
Starke Kids sind fair
Die Initiative startete im Schuljahr 2005/06 als Pilotprojekt im Raum Karlsruhe, Pforzheim und Offenburg. Im Schuljahr 2006/07 erhielten alle Grundschulen in Baden-Württemberg die Unterrichtsmaterialien für "Starke Kids sind fair". 2009 gilt ein bundesweites Angebot in Verbindung mit Lehrerfortbildungen durch den Kooperationspartner „Gewaltfrei lernen“. Unterstützt wird die Initiative von Capri-Sonne und dem Grundschulpädagogischen Arbeitsbereich der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, von dem „Starke Kids sind fair“ auch wissenschaftliche Begleitung erfährt.
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Für ein gewaltfreies Klima im Schulalltag
Ludwigshafen, den 13. Mai 2009. Eltern messen einem gewaltfreien Klima im Schulalltag ihrer Kinder die höchste Wichtigkeitsstufe nach der Kompetenz der Lehrer bei. Das ergab eine Umfrage des Marktforschungsinstitutes YouGovPsychonomics, die im Auftrag von „Starke Kids sind fair“, einer Initiative gegen Gewalt an Grundschulen, gemacht wurde. Neben den Unterrichtsmaterialien führt die Initiative auch Fortbildungen zu diesem Thema durch und gibt Unterstützung bei der Gewaltprävention im Alltag mit Kindern. Die zweite von insgesamt vier bundesweiten Fortbildungen fand am 12. Mai in Ludwigsburg statt.
Das Interesse an Fortbildungen zum Thema Gewaltprävention beschränkt sich längst nicht mehr auf Lehrkräfte“, berichtet Nicole Messmer, Sprecherin der Initiative. „Die jüngste Fortbildung zeigte, dass sich auch immer mehr Eltern für dieses Thema interessieren.“ Zu den vier Fortbildungen, die in diesem Jahr bundesweit durchgeführt werden, bietet „Starke Kids sind fair“ auch Unterrichtsmaterialien. Diese sind für das Grundschulalter konzipiert und sollen die Schüler für die Anfänge von Gewalt sowie die Gefühle des Gegenübers sensibilisieren. Im Fokus steht die psychische Gewalt in Form von Mobbing, Bullying und Ausgrenzung.
Gewaltprävention zu Hause und in der Schule
Inhaltlich sind die Fortbildungen auf die Unterrichtsmaterialien abgestimmt und die Teilnehmer bekommen in den vierstündigen Workshops praktische Anregungen zu diesen. Überdies lernen die teilnehmenden Lehrkräfte, Erzieher und Eltern Methoden der ganzheitlichen Förderung des Sozialverhaltens sowie Spiele, Übungen und Regelvereinbarungen zur Konfliktbewältigung in der Schule. „Kinder brauchen Vorbilder, die ihnen klar vermitteln, was heftige Gefühle bei dem Anderen bewirken und wie sie gezügelt werden können“, erklärt Nicole Messmer. „Im Idealfall passiert das zu Hause und in der Schule. Daher begrüßen wir die Entwicklung, dass Lehrer und Eltern gleichermaßen an solchen unterstützenden Angeboten teilnehmen.“
Hoher Praxisbezug in den Fortbildungen
Die Teilnehmer dieser zweiten Fortbildung in Ludwigsburg zeigten sich begeistert vor allem vom praxisnahen Bezug der Fortbildung und der Einbindung der Unterrichtsmappen. „Fortbildung und Unterrichtsmappen ergeben zusammen eine gute Hilfestellung für den Unterricht; ich konnte mir außerdem sehr viele Anregungen durch die individuelle Beratung mitnehmen“, so das Fazit einer teilnehmenden Lehrerin. Die nächste Fortbildung wird voraussichtlich im Juli in Berlin stattfinden.
Starke Kids sind fair
Im Februar dieses Jahres startete die Initiative bundesweit. „Starke Kids sind fair“ begann im Schuljahr 2005/06 als Pilotprojekt im Raum Karlsruhe, Pforzheim und Offenburg. Im Schuljahr 2006/07 erhielten alle Grundschulen in Baden-Württemberg die Unterrichtsmaterialien von „Starke Kids sind fair“. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt vom Grundschulpädagogischen Arbeitsbereich der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Unterstützt wird die Initiative von Capri-Sonne. Die Lehrerfortbildungen werden vom Kooperationspartner „Gewaltfrei Lernen“ durchgeführt.
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„Starke Kids sind fair“ unterstützt Lehrer bei Gewaltprävention

- Trainerin Sibylle Wanders mit Teilnehmern des Lehrer-Workshops.
Ludwigshafen, den 17. März 2009. Psychische Gewalt in Form von Mobbing und Ausgrenzung kann der Anfang zu gewalttätigen Ausschreitungen sein. Das zeigte aktuell das traurige Ereignis der Realschule in Winnenden. Genau diese Anfänge von Gewalt stehen im Fokus von „Starke Kids sind fair“, einer Initiative zur Gewaltprävention an Grundschulen. Neben den Unterrichtsmaterialien bietet die Initiative auch Lehrertrainings an. Die erste der insgesamt vier bundesweiten Veranstaltungen fand am 17. März 2009 in Hannover statt.
„Die positive Resonanz auf diese erste Lehrerfortbildung zeigt, dass gerade auch Lehrer und nicht allein die Schüler Unterstützung bei der Gewaltproblematik an Schulen benötigen“, berichtet Nicole Messmer, Sprecherin der Initiative „Starke Kids sind fair“. Die Lehrerfortbildungen finden in diesem Jahr bundesweit vier Mal als praktische Ergänzung zu den kostenfreien Unterrichtsmaterialien für die Klassen eins bis vier statt. Im Fokus der Initiative steht die psychische Gewalt in Form von Mobbing, Bullying und Ausgrenzung. Ziel ist es, dass die Schüler sich über eigene Gefühle und die anderer klar werden und sie mit den Themen Respekt, Toleranz und dem Umgang mit Aggressionen vertraut zu machen, um den Anfängen von Gewalt entgegen zu wirken.
Sicherheit in Konfliktsituationen
Die Lehrerfortbildungen sind inhaltlich auf die Unterrichtsmaterialien abgestimmt. Sie sollen den Lehrern Unterstützung geben für einen sicheren Umgang mit Konfliktsituationen im Schulalltag. „Es ist wichtig, dass die Lehrer den Schülern Sicherheit vermitteln können, denn Gewalt ist häufig Ursache von Unsicherheit, Fehleinschätzung eigener Reaktionen und einer falschen Fremdwahrnehmung der Schüler“, erklärt Nicole Messmer. Die Lehrer bekommen in den vierstündigen Workshops praktische Anregungen zu den Unterrichtsmaterialien. Überdies lernen die teilnehmenden Lehrkräfte und Erzieher Methoden der ganzheitlichen Förderung des Sozialverhaltens sowie Spiele, Übungen und Regelvereinbarungen zur Konfliktbewältigung in der Schule.
Hoher Praxisbezug in den Fortbildungen
Die knapp 30 teilnehmenden Lehrer der ersten Fortbildung zeigten sich sehr begeistert vor allem vom praxisnahen Bezug der Fortbildungen und der Einbindung der Unterrichtsmappen. „Fortbildung und Unterrichtsmappen ergeben zusammen eine gute Hilfestellung für den Unterricht; ich konnte mir sehr viele Anregungen für den Umgang mit den verschiedensten Formen der Gewalt mitnehmen“, so das Fazit von Maria N., einer teilnehmenden Lehrerin. Die nächste Fortbildung wird voraussichtlich am 26. Mai in Stuttgart stattfinden.
Starke Kids sind fair
Im Februar dieses Jahres startete die Initiative bundesweit. „Starke Kids sind fair“ begann im Schuljahr 2005/06 als Pilotprojekt im Raum Karlsruhe, Pforzheim und Offenburg. Im Schuljahr 2006/07 erhielten alle Grundschulen in Baden-Württemberg die Unterrichtsmaterialien für "Starke Kids sind fair". Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt vom Grundschulpädagogischen Arbeitsbereich der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Unterstützt wird die Initiative von Capri-Sonne. Die Lehrerfortbildungen werden vom Kooperationspartner „Gewaltfrei Lernen“ durchgeführt.
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Capri-Sonne unterstützt "Starke Kids sind fair"
Heidelberg-Eppelheim, den 9. Februar 2009. Auch im Jubiläumsjahr verfolgt die beliebte Kindergetränkemarke Capri-Sonne konsequent ihre Strategie im Bereich Corporate Social Responsiblity (CSR). Im Fokus steht dabei zu Beginn des Jahres die Ausweitung der von Capri-Sonne ins Leben gerufenen Initiative zur Gewaltprävention an Grundschulen „Starke Kids sind fair“. Als typisches Pausengetränk sind der Marke die Belange der Kinder im Schulalltag besonders wichtig.
Die Initiative „Starke Kids sind fair“ wurde im Schuljahr 2005/2006 von Capri-Sonne ins Leben gerufen und zuerst als Pilotprojekt in Baden-Württemberg zusammen mit dem dortigen Kultusministerium durchgeführt. Die eigens erstellten Unterrichtsmaterialien, die Lehrern und Erziehern kostenlos zur Verfügung gestellt werden, konzentrieren sich auf ein soziales Miteinander der Kinder. Damit möchte Capri-Sonne einen Beitrag leisten, die Anfänge von Gewalt zu verringern, die sich oft in Mobbing oder Bullying äußern.
Neue Partner bei der Initiative willkommen
Die enorme Resonanz auf „Starke Kids sind fair“ in Baden-Württemberg hat Capri-Sonne dazu bewogen, die bundesweite Ausdehnung zu unterstützen. Dies ist jedoch nur durch das Einbeziehen weiterer Partner möglich. Aus Sicht von Capri-Sonne besonders erfreulich ist daher die Zusage der Bundesbildungsministerin Dr. Annette Schavan, die Schirmherrschaft zu übernehmen: „Damit unsere Kinder zu selbstständigen Persönlichkeiten heranwachsen, müssen sie ihre Jugend- und Schulzeit gewaltfrei erleben dürfen“, so die Ministerin. Die Initiative soll in Zukunft über das Anbieten von Schulmaterialien hinausgehen. Im Mittelpunkt hierbei steht eine genaue Ist-Analyse der Situation an Schulen. Das Kölner Marktforschungsunternehmen YouGovPsychonomics hat hier großzügige Unterstützung angeboten und liefert die ersten Umfrageergebnisse. Darauf aufbauend wird die Initiative ihre Aktivitäten ausrichten. „Es ist uns wichtig, die Initiative ganzheitlich anzugehen, um auch wirklich etwas bewirken zu können“, so Carsten Kaisig, Geschäftsführer von Capri-Sonne. „Starke Kids sind fair“ ist eine Initiative, die auf die Zusammenarbeit von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft setzt.
CSR seit Jahren fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie
Capri-Sonne initiiert und unterstützt seit Jahren Projekte in den Bereichen Ernährung, Bewegung und soziale Kompetenz. Ziel ist es dabei, Kindern ein Umfeld zu ermöglichen, das von Motivation, Toleranz und vor allem Spaß geprägt ist. So entstand beispielsweise die Unterrichtsmappe „Fit, fair und schlau“, die für die Klassen 1-4 geeignet ist. Oder auch die Schwimmoffensive, mit der sich Capri-Sonne für eine bessere Schwimmausbildung von Kindern stark macht.
Am „Starke Kids sind fair“- Stand in Halle 14/J36 können alle Schulmaterialien von Capri-Sonne eingesehen werden. Zu bestellen gibt es diese auch unter www.capri-sonne.de.
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„Starke Kids sind fair“ geht stark in die Zukunft

- Bundesweiter Start auf der didacta 2009 in Hannover.
Ludwigshafen, Februar 2009. Sich über eigene und die Gefühle anderer klar werden, um auf Konfliktsituationen vorbereitet zu sein – das sind Lernziele von „Starke Kids sind fair“, einer Initiative zur Gewaltprävention an Grundschulen. Nachdem das Konzept an den Grundschulen in Baden-Württemberg auf große Zustimmung getroffen ist, fällt bei „Starke Kids sind fair“ nun der Startschuss für eine bundesweite Ausdehnung. Dabei hat die Initiative wichtige Unterstützer für die Zukunft gewonnen. Schirmherrin ist Dr. Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung.
Insgesamt musste sich jedes vierte Kind bereits mit Gewalt an der eigenen Schule auseinandersetzen, jedes zehnte sogar mehrmals. Eltern, die bereits von Gewalt an der Schule ihrer Kinder gehört haben, geben dabei zu über 70 Prozent an, dass ihnen am häufigsten von verbaler und körperlicher Gewalt berichtet wurde. Mit knapp 60 Prozent, noch weit vor Erpressungen und dem Mitbringen von Waffen, steht die psychische Gewalt in Form von Bullying und Mobbing. Diese Ergebnisse lieferte eine Umfrage des Marktforschungsinstitutes YouGovPsychonomics im Auftrag von „Starke Kids sind fair“.
Die Initiative gegen Gewalt an Grundschulen will Kindern genau diese Anfänge von Gewalt bewusst machen. „Dabei liegt unser Fokus vor allem auf der psychischen Gewalt, die zwar unscheinbarer, jedoch nicht minder grausam ist“, erklärt Nicole Messmer, Sprecherin von „Starke Kids sind fair“. „Unser Ziel ist es, dass sich Kräfte aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft zusammenschließen, um Kindern eine gewaltfreie Schulzeit zu ermöglichen.“ Hauptunterstützer ist, neben dem Bundesministerium für Bildung und Forschung, Capri-Sonne. Das Marktforschungsinstitut YouGovPsychonomics setzt sich für die Initiative ein, indem es die Marktforschung übernimmt. „Wir sind offen für weitere Förderer, denn dann können wir noch intensiver daran arbeiten, dass Kinder sich in der Schule wohlfühlen“, äußert Nicole Messmer.
Bundesweit unter Schirmherrschaft von Dr. Annette Schavan
Im Schuljahr 2006/07 wurden an die rund 2.600 Grundschulen in Baden-Württemberg insgesamt 12.000 Unterrichtsmappen geschickt. Die Schirmherrschaft übernahm im Schuljahr 2006/07 der baden-württembergische Kultusminister Helmut Rau. Das Konzept „Starke Kids sind fair“ stieß dabei auf positive Resonanz, weshalb es für das Jahr 2009 ein bundesweites Angebot gibt. „Wir sind sehr stolz darauf, die Bundesbildungsministerin als Schirmherrin für die Initiative gewonnen zu haben“, betont Nicole Messmer. „Es ist mir ein besonderes Anliegen, dass Gewaltbereitschaft aus unseren Klassenzimmern verschwindet. Nur, wenn wir uns gemeinsam und kontinuierlich engagieren, können Grundschulen gewaltfreie Räume bleiben“, schreibt Dr. Annette Schavan in einem Grußwort.
Neben Unterrichtsmappen nun auch Lehrerfortbildungen
„Nur etwa einem Viertel aller befragten Eltern sind Maßnahmen zur Prävention von Gewalt an Schulen bekannt. Jede fünfte Schule bindet Gewalt als Thema in den Unterricht ein“, berichtet Daniela Gosewisch, Projektleiterin des Marktforschungsinstitutes YouGovPsychonomics, über weitere Ergebnisse der Umfrage. Da dieses Ergebnis wenig zufriedenstellend ist und Eltern hier einen großen Bedarf sehen, möchte „Starke Kids sind fair“ zu einer Verbesserung der Situation beitragen und stellt Lehrerinnen und Lehrern kostenlos Unterrichtsmaterial in Form von Arbeitsmappen für die Klassen 1 bis 4 zur Verfügung. „Es ist wichtig, möglichst früh mit Gewaltprävention an Schulen zu beginnen. ‚Starke Kids sind fair’ stärkt das Bewusstsein der Kinder für eigene und die Gefühle anderer und bereitet so auf Konfliktsituationen vor“, informiert Nicole Messmer.
Um auch Lehrerinnen und Lehrern im Schulalltag mehr Hilfestellung zu diesem Thema geben zu können, bietet „Starke Kids sind fair“ in Kooperation mit der Konfliktschulung „Gewaltfrei Lernen“ nun auch deutschlandweit Lehrerfortbildungen an. Das Schulungskonzept von „Gewaltfrei Lernen“ unterstützt Pädagogen und Eltern in Fortbildungen bei einem geschickten Umgang mit den alltäglichen Konflikten unter Kindern. Inhaltlich sind die Fortbildungen auf die Unterrichtsmaterialien abgestimmt und die Teilnehmer bekommen in den vierstündigen Workshops praktische Anregungen zu diesen. Überdies lernen die teilnehmenden Lehrkräfte, Erzieher und Eltern Methoden der ganzheitlichen Förderung des Sozialverhaltens sowie Spiele, Übungen und Regelvereinbarungen zur Konfliktbewältigung in der Schule.
Prominente Botschafter
Repräsentiert wird die Initiative zudem durch Sonja Fuß, Fußballnationalspielerin. „Als Teamsportlerin ist mir der faire Umgang mit dem Gegenüber ein besonderes Anliegen, weshalb ich die Initiative gern unterstütze“, sagt Sonja Fuß. Das Lernziel der Initiative ist es, Schülerinnen und Schüler mit den Themen Respekt, Toleranz und dem Umgang mit Aggressionen vertraut zu machen. Ein Punkt, der auch Shary Reeves, Schauspielerin und Moderatorin der WDR-Kindersendung „Wissen macht AH!“, als Botschafterin überzeugen konnte. „Ich unterstütze die Initiative, weil sie Kinder ernst nimmt und auf konkrete Konfliktsituationen vorbereitet“, betont. Geplant sind darüber hinaus bundesweite Aktionstage. „Es ist uns ein Anliegen, möglichst überall auf das Thema aufmerksam zu machen und zu zeigen, welche Möglichkeiten es gibt, zu handeln“, so Nicole Messmer.
Starke Kids sind fair
Die Initiative startete im Schuljahr 2005/06 als Pilotprojekt im Raum Karlsruhe, Pforzheim und Offenburg. Im Schuljahr 2006/07 erhielten alle Grundschulen in Baden-Württemberg die Unterrichtsmaterialien für "Starke Kids sind fair". Unterstützt und wissenschaftlich begleitet wird das Projekt vom Grundschulpädagogischen Arbeitsbereich der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.
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